Nachrichten und Informationen aus der Barlachstadt Güstrow

Ausblick 2012 für die Barlachstadt Güstrow

Am 29. September 2011 hat eine Radfahrergruppe in Schwerin die Bewerbung der Barlachstadt als Standort einer Landesgartenschau 2014/15 an den Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz, Dr. Till Backhaus, übergeben. Seit dem läuft die Auswertung. In mehreren Zwischenrunden musste die Barlachstadt das Investitionsprogramm kürzen. Die Umverlegung der B 104 von der Bleicherstraße auf den Paradiesweg, der Neubau einer Parkpalette am Mühlentor (Am Berge) und die Umgestaltung des Stahlhofgeländes mussten aus dem Investitionspaket zur Landesgartenschau heraus genommen werden. Auch die finanzielle Leistungsfähigkeit wurde kritisch hinterfragt. Nun ist es an der Landesregierung, den geeigneten Standort und den Zeitpunkt der Durchführung der Landesgartenschau festzulegen. Alle Unterstützer würden sich sehr freuen, wenn die Barlachstadt den Zuschlag erhält. Die Entscheidung fällt im Januar 2012.

Anderes gibt es zur Ausrichtung des 3. Landesturnfestes zu berichten. Der Landesturnverband Mecklenburg-Vorpommern e. V. hat entschieden, dass die Barlachstadt vom 11. bis 13. Mai 2012 Austragungsort des größten Sportfestes sein wird.

Trotz der klaren Entscheidung des Landtages für die Barlachstadt Güstrow als Sitz der Kreisverwaltung des neuen „Großkreises“ Rostock zeichnet sich schon jetzt ein komplizierter Beginn des Zusammenwachsens ab. Gerade im Bereich der Dienstleistungen für hilfebedürftige Bürger müssen die Wege zum zuständigen Sachbearbeiter in der Überlegung des Landrates eine Rolle spielen. Eine ausgewogene Kreisumlage muss auch in Zukunft freiwillige Leistungen (Theater, Musikschule, Sportförderung…) ermöglichen. Hier werde ich aufpassen, dass die Belange der Barlachstadt Güstrow ausreichend berücksichtigt werden.

Finanziell ist die Stadt weiterhin in der Lage, wichtige Investitionsvorhaben zu unterstützen. In der Altstadt wird das Bauvorhaben „Sonnenhof“ der AWG und die Wiederbebauung der Freifläche am Pferdemarkt, ehemals „Fresseck“, beginnen. Am Derz’schen Hof werden die Sanierungsarbeiten fortgesetzt. Die WGG wird in der Langen Straße 4 und 5 moderne Innenstadtwohnungen schaffen. Nach Erteilung der Baugenehmigung für die Domschule als Haus III des Brinckman-Gymnasiums kann der Baubeginn zügig vorbereitet werden. Für die Sanierung der Schnoienstraße in 3 Bauabschnitten sind die planerischen Grundlagen geschaffen.
Nach Freigabe durch die Stadtvertretung wird mit der Sanierung des 1. Bauabschnittes von der Wachsbleichenstraße bis zur Straße Tiefetal begonnen. Die Planungen des Straßenbauamtes Klueß zum Ausbau der Bundesstraße 103 von der Kreuzung Friedrich-Trendelenburg-Allee bis zur Liebnitzbrücke haben den Stand erreicht, dass mit dem Bauvorhaben Ende 2012 begonnen werden könnte. Die finanziellen Grundlagen der 4 Beteiligten (Bund, Land, Stadt, Stadtwerke) müssen allerdings erst noch abgestimmt werden. Der Bau der Feldstraße bis zur Lindenstraße wird vom Landkreis fortgesetzt. Durch den Ausbau und die Verlängerung der Ulrichstraße vom neuen Kreisel am Ulrichplatz bis zur Industriestraße wird eine wichtige innerstädtische Verbindung hergestellt. In der Südstadt wird der Ausbau eines Teils des Pfahlweges, an der Ringstraße beginnend, als letzte große Baumaßnahme des Programms „Stadtumbau Ost“ vorbereitet.

Nach dem Beschluss der Bundesregierung zum Ausstieg aus der Kernenergie wird die Erzeugung von umweltfreundlicher Energie optisch auch in der Barlachstadt deutlich sichtbar. Mit der Errichtung von bodenständigen Photovoltaikanlagen auf ca. 100 ha Industriebrache durch mehrere Investoren hält nach dem Biogas auch „Sonnenstrom“ Einzug. Teil dieser Entwicklung sind die Stadtwerke mit der Errichtung von Blockheizkraftwerken zur Erzeugung von Strom und Fernwärme auf Biogasbasis.

Nach Auswertung der Entwicklung der touristischen Kennzahlen wird die Investition in die Infrastruktur rund um den Inselsee gemeinsam mit den Nachbargemeinden Mühl Rosin und Gutow immer wichtiger. Nach Herstellung der durchgängigen Befahrbarkeit des Inselseekanals bis zur Plauer Straße und Errichtung von neuen Bootsanlegern wird die Aufnahme des „Passagierverkehrs“ mit dem Kutter des Vereins Wasser in Güstrow möglich. Zusammen mit einem privaten Investor wird durch Abriss des alten Toiletten- und Umkleidegebäudes und Neubebauung der Badestrand am Inselsee aufgewertet. Durch die gute Zusammenarbeit mit der Wasserwacht des DRK ist weiterhin das Baden von Schulklassen am Badestrand möglich. Nach Fertigstellung des Radwegeanschlusses zum Natur- und Umweltpark können die Ideen für Radrundfahrten durch den Park umgesetzt werden. Dies könnte für Radwandertouristen ein interessantes Angebot darstellen.

Viele dieser Vorhaben können im „doppische Zeitalter“ der Barlachstadt nur umgesetzt werden, wenn die finanzielle Leistungsfähigkeit erhalten bleibt. Die Eröffnungsbilanz gibt Aufschluss über unser Vermögen und ist Grundlage für die weitere Planung.

Arne Schuldt
Bürgermeister

Kontakt:
Barlachstadt Güstrow
Öffentlichkeitsarbeit/Karin Bartock
Markt 1, 18273 Güstrow
Tel. 03843 769-101, Fax 769-501
karin.bartock@guestrow.de