Nachrichten und Informationen aus der Barlachstadt Güstrow

Sanierungserfolge in der Altstadt im Jahr 2020

Foto: Gleviner Straße 4 nach Sanierung (JPG)

Foto: Klosterhof - Außenanlage (JPG)

Foto: Neubau Mühlenstraße 54-55 (JPG)

Foto: Pferdemarkt 45 nach der Sanierung (JPG)

Die Corona-Pandemie, die seit Anfang letzten Jahres das Leben weltweit bestimmt und dadurch die Wirtschaft in vielen Branchen erschwert oder sogar zum Stillstand bringt, hat zum Glück die Baubranche nicht so stark getroffen, so dass auch im letzten Jahr begonnene und laufende Baumaßnahmen in der Güstrower Altstadt zum Abschluss gebracht werden konnten. Bei den fertiggestellten Baumaßnahmen handelt es sich überwiegend um umfangreiche private Sanierungen und Instandsetzungen von denkmalgeschützten und städtebaulich bedeutenden Gebäuden, die aufgrund ihres altersbedingten Bauzustandes und durch äußere Einflüsse nicht mehr nutzbar bzw. nur eingeschränkt nutzbar waren.
Im letzten Jahr wurden die Gebäude Gleviner Straße 2 und 4, die durch den Brand in dem ehemaligen Wohn- und Geschäftshaus Gleviner Straße 3 im Februar 2017 stark in Mitleidenschaft gezogen wurden, umfangreich saniert und umgebaut. Hier entstanden wieder Gewerbeflächen im Erdgeschoss sowie insgesamt 6 Wohneinheiten in beiden Objekten. Nordöstlich des Marktbereiches erhielt das Gebäude der seit dem 19. Jahrhundert ansässigen Schlossapotheke Mühlenstraße 1 nicht nur eine neue farbliche Erscheinungsform, sondern es wurden im Inneren die nicht mehr zeitgemäßen Wohnungen umgebaut sowie neuer Wohnraum nach Aufgabe von Nebengelassen geschaffen.
Des Weiteren ist im Zuge des Neubauprojektes Klosterhof von der Allgemeinen  WohnungsbauGenossenschaft Güstrow - Parchim und Umgebung eG (AWG) die Sanierung und der Umbau des straßenprägenden Gebäudes Pferdemarkt 45 fertiggestellt und zeitgleich in Nutzung genommen worden.
Mit der Neugestaltung des Innenhofes und der verkehrlichen inneren Erschließung konnte die Gesamtmaßnahme des neuen Wohnquartiers im letzten Jahr zum Abschluss gebracht werden. Die in der Hageböcker Straße 10 befindliche innenblocktypische Gewerbehofbebauung der ehemaligen Tischlerei trägt mit der fertig­gestellten Vollsanierung des Vorderhauses, insbesondere durch die Aufarbeitung der Straßenfassade nach historischen Vorgaben, zur Verschönerung des Straßenzuges bei.
Aber nicht nur die Sanierungen der eben genannten Wohn- und Geschäftshäuser wurden im letzten Jahr fertiggestellt, sondern auch die auf dem Franz-Parr-Platz befindliche Kindereinrichtung „Schlossgeister“ konnte nach anderthalb Jahren Bautätigkeit den Kindern wieder übergeben werden. Die Kita entsprach nicht mehr den heutigen Vorgaben an eine zeitgemäße Kindereinrichtung, insbesondere Maßnahmen zur Verbesserung des Brandschutzes sowie der Barrierefreiheit wurden erforderlich.
Neben dem Erhalt und der Wiedernutzbarmachung der historischen Gebäude ist auch die Baulückenschließung ein wichtiger Sanierungserfolg, die im letzten Jahr durch die Schließung der Baulücke Mühlenstraße 54/55 mit einem zweieinhalb geschossigem Wohnhaus mit 5 Wohnungen durch die Güstrower Wohnungsgesellschaft umgesetzt wurde. Bei der Schließung der Baulücke wurde auf den Erhalt und die Erkennbarkeit der mittelalterlichen Parzellenstruktur durch entsprechende Gestaltungsgliederungen an der Fassade Wert gelegt.
Mit den im letzten Jahr abgeschlossenen Baumaßnahmen hat die Altstadt insgesamt 29 neue oder sanierte Wohnungen dazubekommen.
Die zur Erreichung der Sanierungsziele für Neuentwicklungen in einzelnen Bereichen manchmal unabdingbaren Ordnungs­maßnahmen durch Rückbau hat die Barlachstadt Güstrow im vorherigem Jahr durch die Baureifmachung der rückwärtigen Flächen der Grundstücke Pferdemarkt 39 und Tiefetal 12 durchgeführt. Hier wurde bis zur Umsetzung eines Neubaukonzeptes, gemäß den zukünftigen Festsetzungen des in Aufstellung befindlichen Bebauungsplanes Nr. 101 „Pferdemarkt/Tiefetal“, ein Interimsparkplatz geschaffen.
Für die o. g. Baumaßnahmen wurden Städtebaufördermittel in Höhe von insgesamt ca. 3,9 Mio. € bewilligt.

Kontakt:

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Öffentlichkeitsarbeit/Karin Bartock
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