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Schätze aus dem Depot: Schlösser, Schlüssel und Beschläge

Aus der Reihe „Schätze aus dem Depot“ zeigt das Güstrower Stadtmuseum:  Schlösser, Schlüssel und Beschläge.

Bereits seit der Antike sind Tür und Schloss untrennbar miteinander verbunden. Während im alten Ägypten die Schlösser noch aus Holz gefertigt worden waren, nutzten die Römer bereits Bronze und Eisen für die Herstellung. Doch erst im 15. Jahrhundert existierten auch nördlich der Alpen erste eiserne Schlösser, die prinzipiell bis heute ihre Gültigkeit haben.   Die wesentlichen Bestandteile eines jeden Schlosses sind Falle und Riegel; ihre Funktionen blieben im Grunde bis heute unverändert. Dabei gilt, dass der Riegel, wenn er sich in der Falle befindet, das Schloss verschließt. Häufig kann er nur durch den Einsatz von Hilfsmitteln, wie dem passenden Schlüssel, zurückgeführt und das Schloss geöffnet werden.

Unterschieden werden grundsätzlich Tür-, Truhen- und Vorhängeschlösser. Bei den Türschlössern kann weiterhin eine Unterscheidung hinsichtlich der Sichtbarkeit der Mechanik vorgenommen werden: Aufsatz- und Kastenschlösser sind dabei die gängigsten Formen. 

In der Praxis ist vom Türschloss der dazugehörige Schlüssel kaum zu trennen. Ohne ihn ist ein Schloss nicht verschließbar. Schlüssel mussten in der Geschichte aber nicht nur zweckmäßig, sondern zusätzlich auch noch dekorativ gestaltet sein. Technisch gesehen ist der Bart der entscheidende Teil des Schlüssels, da er für das Öffnen und Verschließen des Schlosses verantwortlich ist. In künstlerischer Hinsicht spielte hingegen der Griff die dominante Rolle. 

Türbeschläge gelten als die frühesten künstlerisch geformten Schmiedearbeiten der Geschichte. Ihr Zweck war es, die hölzernen Teile der Türen fester und auch dauerhafter zu gestalten. Auch bei den Türbeschlägen war neben der Zweckmäßigkeit des Gegenstands die dekorative Wirkung ein wichtiger zu berücksichtigender Faktor bei der Herstellung.

Es sind also wiederum kleine Raritäten, die in der Reihe „Schätze aus dem Depot“ im Stadtmuseum gezeigt werden. Ein Besuch lohnt sich. 

Stadtmuseum Güstrow
Franz-Parr-Platz 10

Öffnungszeiten im April
Mo. bis Fr. 9 bis 18 Uhr
Sa. 10 bis 16 Uhr und So. 11 bis 16 Uhr 

Öffnungszeiten ab Mai
Mo. bis Fr. 9 bis 19 Uhr
Sa. 10 bis 17 Uhr und So. 11 bis 17 Uhr