Ortsteile der Barlachstadt Güstrow
Auf der Grundlage des § 5 der Kommunalverfassung für das Land Mecklenburg-Vorpommern (KV M-V) in der Fassung der Bekanntmachung vom 08.06.2004 (GVOBl. S. 205) wurde nach Beschluss der Stadtvertretung vom 29. 06.2006 und nach Anzeige bei der Rechtsaufsichtsbehörde die Hauptsatzung der Barlachstadt Güstrow erlassen.
Hier heißt es im § 1 (1):
„Die Stadt Güstrow führt die Bezeichnung „Barlachstadt“.
Die Barlachstadt Güstrow ist eine kreisangehörige, amtsfreie Stadt mit deren Rechte und Pflichten. Zur Barlachstadt Güstrow gehören die Ortsteile Suckow, Klueß, Primerburg und Neu Strenz. Es werden keine Ortsteilvertretungen gebildet.“
Der Bürgermeister lädt die Bürgerinnen und Bürger der Ortsteile regelmäßig zu Einwohnerversammlungen ein. In der Barlachstadt Güstrow leben heute insgesamt 30.874 Einwohnerinnen und Einwohner (per 31.12.2009). Das Stadtgebiet umfasst eine Gesamtfläche von 7086 ha.
Die Ortsteile auf einen Blick
(Stand 31. Dezember 2009, Quelle: Barlachstadt Güstrow)
Ortsteil Suckow
- Fläche: 889 ha
- Einwohner: 451, davon 225 männlich, 226 weiblich
- Lage: an der B 103 Richtung Rostock / Autobahnanschluss A 19, ca. 3 km von Güstrow entfernt
- Suckow gehörte bis 1952 zur Gemeinde Sarmstorf (vormals Eigentum des Freistaates Mecklenburg-Schwerin) und wurde dann mit der Auflösung der Länder und Bildung der Bezirke Ortsteil von Güstrow. Seit der Wende wurde ein Neubaugebiet ausgewiesen. Es entstanden neue Einzel- und Doppelhäuser, die Zahl der Einwohner stieg um mehr als das Doppelte.
- Heute wird der stadtnahe Ortsteil hauptsächlich als Wohnstandort geprägt. Die Einfamilienhaussiedlung mit dem Altbestand der Dorfstraße (vorwiegend Doppelhäuser) und die neuen Siedlungen am Kattenberg und im Siedenlande prägen das Bild. Das ehemalige Gutshaus und die unter Denkmalschutz stehende Luftschifffahrthalle (sog. Zeppelinhalle oder Schwarze Scheune) sind in Privatbesitz. Sie stehen leer. In Suckow gibt es eine Kirche, einen Rad- und Wanderweg nach Güstrow sowie eine größere Anzahl von Gewerbebetrieben u. a. das Edelstahlzentrum Peter Harloff. Das Sunset Rock open Air , zieht jährlich Fans der Blues- und Rockmusik aus ganz Deutschland nach Güstrow-Suckow.
Ortsteil Klueß
- Fläche: 721 ha
- Einwohner: 477, davon 245 männlich, 232 weiblich
- Lage: an der B 104 Richtung Krakow am See / B 103 Richtung Teterow / Autobahnanschluss 19, etwa 5 Km von Güstrow entfernt
- Unter dem Namen Pustekow wurde der Ort erstmals 1316 erwähnt. 1663 erscheint in Ortsangaben daneben auch der Name Klueß, ab 1887 wird nur noch von Klueß gesprochen. Der Ortsteil gehörte einmal zur Gemeinde Kirch Rosin und wurde 1952 Ortsteil von Güstrow. Heute beschäftigt sich der 2004 gegründete Verein "Klueßer Sandhasen e. V." mit der Aufarbeitung der Geschichte. Der 1. Teil und der 2. Teil der Chronik liegen vor und sind im Stadtarchiv "Heinrich Benox" der Barlachstadt Güstrow einzusehen. Die Einwohner des Ortsteils begingen am 2. November 2009 den 110. Gründungstag der "Alten Schule Klueß", an der von 1899 bis 1956 unterrichtet wurde.
- Der Ortsteil ist durch Wohnen und Gewerbe geprägt. Die noch heute erkennbare Dorfstruktur ist im 19. Jahrhundert entstanden. Man findet Klinkerbauten und ein Kirchgemeindehaus mit einem Glockenturm, daneben neue Einfamilienhäuser. Es gibt einen Spielplatz, ein Sportplatz, eine Gaststätte, eine Eisdiele sowie zahlreiche Gewerbeansiedlungen. Klueß ist Sitz des Straßenbauamtes Güstrow.
Ortsteil Primerburg
- Fläche: 771,4 ha
- Einwohner: 27, davon 12 männlich, 15 weiblich
- Lage: zwischen Bahnhof Primerburg und Verbindungschaussee
- Ursprünglich gehörten nur die Forsthäuser (jetzt: Zum Steinsitz) und die angrenzenden Wälder und Wiesen zum Stadtteil Primerburg (alt: Kämmerei-Ortschaft Priemer Burg). Das Forsthaus mit Backstein-Fachwerkstil wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jh. errichtet und bis 1999 als Revierförsterei der Stadt Güstrow genutzt. Ab ca. 1930 gehörte die jetzige Gewerbefläche an der Straße Primerburg zum Heereszeugamt. Auf den Ruinen des Heereszeugamtes wurde 1949 der VEB Landtechnisches Instandsetzungswerk errichtet, das heute nicht mehr besteht. Im Gewerbegebiet Primerburg sind zurzeit 8 Unternehmen ansässig, dazu gehört die Firma Stahlbau Stieblich. Der einstige Standort der Zuckerfabrik Nordkristall soll wieder entwickelt werden. In unmittelbarer Nähe befindet sich der Natur- und Umweltpark Güstrow.
- Tipp: Zur Geschichte des Primer Waldes ist eine Broschüre erschienen. Sie kann im Stadtarchiv eingesehen werden.
Ortsteil Neu Strenz
- Fläche: 123 ha
- Einwohner: 168, davon 92 männliche und 76 weibliche
- Lage: Ortsausgang Schwaaner Straße
- Urkundlich erwähnt wurde Strenz erstmals 1335. Es entwickelten sich zwei Ortsteile. Das landwirtschaftlich orientierte Dorf Strenz zählte 1939 210 Einwohner, die Häuslerkolonie Neu Strenz 270. Im Jahre 1952 kam Neu Strenz zu Güstrow. Im Bestand findet man heute noch einige der um die Jahrhundertwende entstandenen Ackerbürgerhäuser. Nach der Wende wurden neue Einfamilienhäuser und ein Spielplatz gebaut.
- Einen aktuellen Lageplan sowie die Beschreibung der Ortslagen finden Sie unter der Rubrik Bauen und Wohnen