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Zahlen und Fakten

Gesamtfläche 7.086 ha
davon  
Baufläche 906 ha
Landwirtschafts-
fläche
2.830 ha
Wald 1.880 ha
Kleingärten 160 ha
Sport- und Erholungsflächen 80 ha
Verkehrsflächen 350 ha
Gewässer 786 ha
Sonstige Flächen 94 ha

Einwohner

(Stand 31.12.2015, Quelle: Barlachstadt Güstrow)

Hauptwohnung 29421
Haupt- und Nebenwohnung 30087

Leitbild 2025

Stand: 12.02.2015 (zur Beteiligung freigegbener Entwurf)

... hier hat Zukunft Tradition

Die Stadtvertretung der Barlachstadt Güstrow hat auf ihrer Sitzung am 12.02.2015 nachfolgendes Leitbild für die Stadtentwicklung beschlossen:

Gesamtes Leitbild zum Download

„Weiterentwicklung des nachhaltigen, integrierten, wirtschaftlich tragfähigen und diskriminierungsfreien Wachstums der Barlachstadt Güstrow“

Die strategischen Entwicklungsziele in diesem qualitativ ausgerichteten Entwicklungsprozess orientieren sich an 11 thematischen Zielen der Europäischen Union für den Zeitraum 2014 – 2020/2023, insbesondere an den Zielen:

  • Stärkung von Forschung, technologischer Entwicklung und Innovation
  • Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit von KMU, des Agrarsektors bzw. des Fischerei- und Aquakultursektors (in Bezug auf den ELER bzw. EMFF)
  • Verringerung der CO2-Emissionen in allen Branchen der Wirtschaft
  • Umweltschutz und Förderung der Ressourceneffizienz
  • Förderung der sozialen Eingliederung und Bekämpfung der Armut

zur Entwicklung von Mittel- und Oberzentren in MV entsprechend des Operationellen Programms des Landes MV zum EFRE.

Die bislang im Rahmen des Diskussionsprozesses zum Leitbild erarbeiteten Handlungsansätze / Schwerpunkte / Projektvorschläge werden durch die im Rahmen der SWOT-Analyse herausgefilterten Handlungsansätze und daraus abgeleiteten Investitionsprioritäten des EFRE ergänzt und fließen in das integrierte Stadtentwicklungskonzept ein.

Dabei finden insbesondere die Ergänzungsvorschläge des Ausschusses für Stadtentwicklung, Umwelt und Wirtschaftsförderung als federführender Ausschuss auf der Projektebene Berücksichtigung.

Präambel - In der Barlachstadt Güstrow hat Zukunft Tradition.

Präambel - In der Barlachstadt Güstrow hat Zukunft Tradition.

Im Rahmen der Erarbeitung eines integrierten Stadtentwicklungskonzeptes zwischen 2001 bis 2003 und der Bewerbung der Barlachstadt Güstrow für eine Landesgartenschau von 2009 bis 2011 wurden die Grundlagen zur Erarbeitung des zukünftigen Leitbilds gelegt. Beteiligt waren Vertreter aus der Stadtpolitik, der Verwaltung, von Vereinen, Verbänden, Unternehmen und interessierte Bürger.

Den aus diesem Konsens heraus aus entwickelten Ideen und vorgeschlagenen Schwerpunkten sowie in Schrift gefassten Erwartungen trägt das Leitbild Rechnung. Es zeigt die Schwerpunkte der zukünftigen Entwicklung in der Barlachstadt Güstrow auf. Basis sind die in sechs Leitgedanken zusammengefassten Handlungsansätze, die sich wie folgt gliedern:

  •  Das mittelalterliche Güstrow an der Nebel
  •  Güstrow als Wohn- und Arbeitsstandort
  •  Güstrow als lebenslanger Lern- und Lehrstandort
  •  Güstrow als Kultur- und Tourismusstadt
  •  Güstrow als mobile Stadt
  •  Güstrow als Stadt für Mitbestimmung und Mitsprache ihre Bürger

Prägend für die zukünftige Entwicklung sind dabei:

  •  Die Barlachstadt Güstrow liegt im unmittelbarem Einflussbereich der Hansestadt Rostock
  • Sie ist Partner in der Regiopolregion Rostock und Kreisstadt im Landkreis Rostock und damit Motor der Entwicklung
  • Güstrows Stärke liegt in seiner Vielfalt und den sich daraus ergebenden Möglichkeiten
  • Güstrow bemüht sich um ausgeglichenes Haushalten, die Chancengleichheit aller Partner sowie um bewusstes Handeln im Sinne nachfolgender Generationen

Folgende Ebenen der Planung und Umsetzung liegen dem nachfolgenden Konzept zu Grunde:
Integrierte Stadtentwicklungskonzeption, Flächennutzungsplan, Landschaftsplan, Festsetzungen in der Bauleitplanung, Einzelprojekte (z. B. Konzept LAGA, Erlebnisvielfalt Inselsee etc.) Sanierungssatzungen, Erhaltungssatzung, Wirtschaftsförderungskonzept, Einzelhandelsfachplan, Jahreswirtschaftsbericht, Tourismuskonzeption, Stadtmarketingkonzept,
Schulentwicklungsplan, Sportstättenentwicklungsplan, Spielplatzentwicklungsplan, Grünflächenplanung, Verkehrsentwicklungsplan, Straßenplanung, Lärmaktionsplan,  Parkraumbewirtschaftungskonzept usw.

I Das mittelalterliche Güstrow an der Nebel

I Das mittelalterliche Güstrow an der Nebel

Die Barlachstadt ist die mittelalterliche Stadt am Rande der Mecklenburger Seenplatte in unmittelbarer Nachbarschaft zur Hansestadt Rostock und der Ostsee.
Die Barlachstadt ist durch ihren mittelalterlichen Stadtkern mit einer von Grün flankierten Innenstadt attraktiver Lebensmittelpunkt für alle Generationen. Sie steht in räumlicher und inhaltlicher Verbindung mit der Ostsee und der Mecklenburgischen Seenplatte. Der Schutz und der Erhalt des kulturellen Erbes, des naturräumlichen Angebots und die stetige Verbesserung der städtischen Umwelt bildet die Grundlage für eine hohe Lebensqualität.

Handlungsansätze:

  • Fortschreibung des Konzeptes „Umweltgerechte Barlachstadt Güstrow“ durch Erarbeitung und Umsetzung lokaler Klimaschutzziele und ressourcenschonender Wasserkreisläufe, Umweltfreundliche Energieversorgung, Erhaltung und Sicherung der Trinkwassergewinnung und der Badewasserqualität der See
  • Förderung der naturräumlichen Prägung der Barlachstadt Güstrow durch Schutz und Entwicklung des Natur- und Landschaftsraums, Bewahrung der Landschaft vor weiterer Zersiedlung, Schutz, Entwicklung von innerörtlichen Grün-, Frei- und Wasserflächen zur Verbesserung der städtischen Umweltqualität
  • Verknüpfung von Grün- und Freiflächen mit dem Natur- und Landschaftsraum sowie behutsame Integration von Touristischen und Erholungsbelangen in den Natur- und Landschaftsraum
  • Mehrung der Waldfläche an geeigneten Stellen und deren nachhaltige, betriebswirtschaftliche Bewirtschaftung bei der Gleichrangigkeit der Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktionen
  • Erhaltung und Schaffung wohnungsnaher Grün- und Freiflächen unter Berücksichtigung des demographischen Wandels
  • Fortsetzung der Altlastensanierung unter besonderer Berücksichtigung der Sanierung bzw. Modernisierung der baulichen Kulturgüter

II Güstrow als Wohn- und Arbeitsstandort

II Güstrow als Wohn- und Arbeitsstandort

Die Barlachstadt ist ein Ort zum Wohnen und Arbeiten gleichermaßen
In Güstrow findet Wohnen und Arbeiten nebeneinander statt. Die Stadt verknüpft die Attraktivität des wohnumfeldverträglichen Arbeitens mit attraktiven Wohnstandorten sowie den Vorteilen eines gut ausgebauten Mittelzentrums mit einer breiten Palette an Dienstleistungen. Der Schwerpunkt liegt auf der Unterstützung des bestehenden Gewerbes, der Aktivierung stadtnaher Brachflächen, der Stärkung des Dienstleistungssektors sowie den Branchen Bioenergie, Gesundheit, Logistik, Metallbau und Tourismus.

Handlungsansätze:

  • Stärkung der Mittelzentralen Funktion als Standortsicherung durch Ausbau des Dienstleistungsbereichs, Stabilisierung des regionalen Einkaufsstandortes durch Aktivierung des Einzelhandels sowie Fortsetzung der Vitalisierung der Altstadt als zentraler Versorgungsbereich
  • Qualifizierung der Barlachstadt Güstrow als Wohnstandort für die Region und Rostock durch Fortsetzung der Vitalisierung der Historischen Altstadt und Schaffung eines neuen, vielfältigen Wohnungsangebotes einschl. einer Erhöhung des Anteils an Erholungsflächen
  • Fortsetzung des Anpassungsprozesses an die demographische Entwicklung in den Großwohnsiedlungen Südstadt, Distelberg und Bärstämmweg
  • Bewahrung der Gründerzeitlichen Quartiere im Schweriner- und Rostocker Viertel sowie von traditionellen und nach der Wende entstandenen Wohngebiete
  • Ermittlung des zukünftigen Wohnungsbedarfs und Vorhaltung und Schaffung von Baugebieten und Bauplätzen für Ein- und Mehrfamilienhäuser
  • Stärkung der Wirtschaft durch Etablierung und Entwicklung der vorhandenen mittelständischen Wirtschaftsstruktur und Sicherung/Schaffung wettbewerbsfähiger Arbeitsplätze
  • Ausbau der prägenden Kompetenzfelder in den Branchen Bioenergie, Gesundheit, Logistik, Metallbau und Tourismus und somit Stärkung Güstrows als zukunftsfähiger, selbsttragender Wirtschaftsstandort
  • Optimierung der Bedingungen für Existenzgründer und Unterstützung von Gewerbeansiedlungen bei der individuellen Standortsuche, bei der Projektbegleitung sowie in den Genehmigungsverfahren
  • Stärkung der Attraktivität des Einzelhandelsstandortes Güstrow

III Güstrow als lebenslanger Lern- und Lehrstandort

III Güstrow als lebenslanger Lern- und Lehrstandort

Güstrows Bildungslandschaft ist vielfältig
Leistungsfähige Bildungseinrichtungen und andere Institutionen der Bildung und Erziehung sind ein wichtiger Standortfaktor der Stadt. Es stärkt die Rolle Güstrows als wirtschaftliches Mittelzentrum des Landes Mecklenburg-Vorpommern und ist Grundvoraussetzung für eine junge, lebendige und familienfreundliche Stadt. Die Verbesserung der städtischen Infrastruktur im Bereich Bildung und Soziales ist Grundvoraussetzung zur Bekämpfung von Bildungsarmut und Grundlage für soziale Inklusion in der Barlachstadt.

Handlungsansätze:

  • Vernetzung des gesamtstädtischen Bildungsangebots auf Basis des bestehenden Bildungskatalogs
  • Partnerschaftliche und kooperative Zusammenarbeit der über 30 Bildungseinrichtungen; Sicherung und weiterer Ausbau des Angebotsspektrums
  • gleichberechtigte Entwicklung von staatlichen und privaten Schulangeboten
  • Sicherung einer bedarfgerechten Kinderbetreuung
  • Erhöhung der Anzahl um- oder ausgebauter bildungsbezogener Infrastruktureinrichtungen
  • Erweiterung außerschulischer Bildungseinrichtungen und –veranstaltungen, u.a. der kreisangehörigen Volkshoch- und Musikschule
  • Stärkung der Fachhochschule für öffentlichen Verwaltung, Polizei und Rechtspflege M-V und der Fachhochschule für Agrarwirtschaft des Landes M-V, des Landesförderzentrum für den Förderschwerpunkt "Hören“ und der Sportschule Güstrow

IV Güstrow als Kultur-, Sport- und Tourismusstadt

IV Güstrow als Kultur-, Sport- und Tourismusstadt

Die Barlachstadt hat viele Facetten
Die Barlachstadt hält für ihre Bewohner(innen) sowie ihre Gäste eine breite Palette an Kultur-, Freizeit-, Spiel- und Sportmöglichkeiten vor. Basis hierfür ist die große Zahl an baulichen Sehenswürdigkeiten, kulturellen Höhepunkten und ein vielfältiges Vereinsleben. Güstrow ist attraktiv für seine Gäste und Bewohner aller Altersgruppen.

Handlungsansätze:

  • Sicherung, Bewahrung und Pflege des (bau)kulturellen und historischen Erbes unter dem Schwerpunkt der Wahrung des mittelalterlichen historischen Stadtkerns mit dem bedeutenden Renaissanceschloß, den Backsteinbauten Dom, Pfarrkirche, Gertrudenkapelle, Heilig-Geist Kirche sowie des klassizistischen Rathauses, des Theaters und der zahlreichen Bürgerhäusern
  • Förderung der vorhanden Verknüpfung von Kultur&Natur mit Schwerpunksetzung auf die Kunstsammlungen der Ernst Barlach Stiftung, des Schlosses, des Stadtmuseums, den Krippen in Heilig Geist und den zeitgenössischen Ausstellungen in der Städtische Galerie Wollhalle sowie der Erlebnisvielfalt Inselsee, dem Natur- und Umweltpark, dem Badeparadies OASE (als attraktive regionale und überregionale Kultur- und Freizeitangebote)
  • Schwerpunktsetzung im Wirtschaftszweig Tourismus auf Umwelt, Natur und Wellness; Event- und Tagungstourismus sowie Kultur & Geschichte als übergreifende Aufgabe unter Berücksichtigung der vorab genannten Förderschwerpunkte
  • Unterstützung von Vereinen und Verbänden auf dem touristischen und kulturellen Sektor wie u.a. den Vereinen GüstrowTourismus e.V., „Wasser in Güstrow e.V“.; Fördervereinen wie dem Theaterförderverein; dem Verein der Freunde der Güstrower Barlachmuseen e.V., Gesellschaften wie der John Brinckman Gesellschaft, der Goethe Gesellschaft, …
  • Unterstützung von Vereinen und Verbänden im kulturellen sportlichen Bereich
  • Kontinuierliche Förderung und Sanierung der Sportstätten, Förderung und Unterstützung der Sportler sowie Etablierung von nationalen/ internationalen Sportveranstaltungen
  • Vernetzung aller bestehenden Angebote unter Beachtung der Belange aller Zielgruppen (Barrierefreiheit) und Verbesserung der Möglichkeiten zur Integration

V Güstrow als mobile Stadt

V Güstrow als mobile Stadt

In der Barlachstadt ist Mobilität ein unverzichtbarer Bestandteil der Lebensqualität.
Die Stadt verfolgt eine nachhaltige, stadt- und umweltverträgliche Mobilitätssteuerung und fördert dabei umweltverträgliche Verkehrsmittel wie Stadtbusverkehr, Fußwege und Radwege. Die Grundlage bildet hierfür ein mit breiter Mehrheit getragener Verkehrsentwicklungsplan, der ständig fortgeschrieben und der aktuellen Entwicklung angepasst wird. Der Fokus liegt auf der Umsetzung von umweltrelevanten Verkehrsinfrastrukturmaßnahmen.

Handlungsansätze:

  • Fortschreibung des bestehenden integrierten Verkehrsentwicklungsplans unter Berücksichtungen aller Verkehrsteilnehmer und Verkehrsarten sowie Berücksichtigung des ruhenden Verkehrs
  • Umsetzung und Fortschreibung der Lärmaktionsplanung zur Minderung des Umgebungslärms
  • Optimierung der Parkraumbewirtschaftung (Aufbau eines dynamischen Parkleitsystems, Verbesserung der Gestaltung öffentlicher Parkplätze)
  • Stärkung des Radverkehrs durch Ausbau des (über)regionalen und innerstädtischen Radwegenetzes, Ausbau von Radfahrinfrastrukturmaßnahmen (Fahrradstellplätze etc.) und Stärkung der Zusammenarbeit mit dem ADFC Rostock
  • Attraktivierung des Stadtbusverkehrs durch Anbindung von Wohngebieten, Arbeitsstätten und Freizeiteinrichtungen sowie Stärkung der Bahn durch attraktive (über)regionale Anbindungen
  • Optimierung der Schulwegsicherung
  • Verbesserung barrierefreier Angebote im öffentlichen Raum
  • Erhöhung der Aufenthaltsqualität für Fußgänger

VI Güstrow als Stadt für Mitbestimmung und Mitsprache

VI Güstrow als Stadt für Mitbestimmung und Mitsprache

In der Barlachstadt Güstrow herrscht eine offene kommunikative Atmosphäre; hier leben die Bürger gern.
Güstrow ist eine eigenständige und unverwechselbare Stadt mit guter Infrastruktur und hoher Lebensqualität. Sie stellt eine Einheit ihrer einzelnen, durchaus verschiedenen Teile dar und wahrt dabei deren Vielfalt, Schönheit, Eigenarten und Traditionen. Sie bietet eine Vielzahl von Beteiligungsmöglichkeiten und hat immer ein offenes Ohr für die Meinung ihrer Bürger. Güstrow bietet einen breiten Spielraum für Mitbestimmung und Mitgestaltung sowie eine Vielzahl von Möglichkeiten zur Integration in Bildung, Arbeit und Gesellschaft.

Handlungsansätze:

  • Stärkung des Ehrenamts und breiter Beteiligungs- und Mitwirkungsverfahren
  • Ausbau der Beteiligungsmöglichkeiten über das Internet
  • Einführung neuer Möglichkeiten für bürgerliches Engagement
  • Schaffung von Netzwerken zum Austausch innerhalb vorhandener Strukturen (bestehende Vereine/Verbände/Interessengruppen)
  • Entwicklung von gesamtstädtischen Gestaltungsleitlinien unter Beachtung der besonderen baulichen Eigenarten der Stadtteile, Schutz prägender Bausubstanz und städtebaulicher Strukturen wie den historischen Stadtkern Güstrows
  • Gestaltung öffentlicher Räume mit Bezug zu historischen und ortsüblichen Vorbildern (Bepflanzung, Materialwahl etc.)
  • Schaffung von Plattformen zur Förderung der sozialen Eingliederung

Ihre Meinung zum Leitbild

Barlachstadt Güstrow , Markt 1, 18273 Güstrow
Tel.: 03843 769-0, Fax: 03843 769-510
E-Mail: stadt@guestrow.de

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