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Boris Reitschuster im Januar in der Uwe Johnson-Bibliothek

Boris Reitschuster, Büroleiter, Korrespondentenbüro Moskau, 1971 in Augsburg geboren, erlag nach einem Jugendaustausch 1988 der Faszination Russlands und lernte im Eigenstudium die Sprache des Landes, mit dem ihn außer seinem Vornamen zuvor nichts verband. Nach dem Abitur 1990 zog er als Student nach Moskau, mit zwei Koffern und seinen gesamten Ersparnissen. In einer Gastfamilie und in leeren Geschäften lernte er Russland abseits der Ausländer-Ghettos kennen. Nach einer Dolmetscher-Ausbildung arbeitete er als Deutschlehrer und Übersetzer. Gleichzeitig berichtete er für verschiedene deutsche Tageszeitungen aus Russland. Nach fünf Jahren in Moskau machte Reitschuster 1995 ein Volontariat bei der „Augsburger Allgemeinen“ Als Leiter  des Moskauer FOCUS-Büro kehrte Reitschuster 1999 zurück in das Land, das seine zweite Heimat geworden ist und mit dem ihn auch privat zarte Bande verknüpfen.
Seither reist er mit oft atemberaubenden Veteranen der sowjetischen Luftfahrt unermüdlich durch die gesamte frühere Sowjet-Union. Kaum jemanden verschonte  er mit seinen Fragen -  denen sich Michail Gorbatschow ebenso stellte wie Wladimir Putin, Eduard Schewardnadse, Viktor Juschtschenko, Julia Timoschenko, Leonid Kutschma und Boris Beresowski.
Über die Antworten berichtet Reitschuster regelmäßig auf Lese- und Vortragsreisen in Deutschland, jetzt kommt er in die Bibliothek Güstrow, Am Wall und liest aus seinem neuesten Werk „Dimitrij Medwedew. Der neue Herr im Kreml“ am 15.1.2009 um 19:30 Uhr. Tel.: 03843 72620

Kurzbeschreibung des Buches : Dmitrij Medwedew ist der neue russische Präsident - aber ist er auch der neue Herr im Kreml? Boris Reitschuster bietet erhellende Einblicke in den Moskauer Machtapparat. Der Russland-Kenner beschreibt, wie Putin die Nachfolgeregelung mit seinem Machterhalt verknüpfte und warum ausgerechnet Dmitrij Medwedew das Rennen machte. In seiner aktuellen politischen Biographie schildert Reitschuster den Werdegang, die Netzwerke und das politische Programm Medwedews und zeigt auf, mit welcher Entwicklung der Westen in den nächsten Jahren rechnen muss.

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