Neues Parkraumbewirtschaftungskonzept für die historische Altstadt der Barlachstadt Güstrow

Am 20.06.2013 hat die Stadtvertretung der Barlachstadt Güstrow für die Altstadt den Beschluss zur Bewirtschaftung des ruhenden Verkehrs gefasst. Grundlage des Beschlusses war die Fortschreibung des Parkraumbewirtschaftungskonzeptes aus dem Jahr 2000. Die Stadtvertretung folgte der Empfehlung der Verwaltung, die Variante 1 aus der Konzeption umzusetzen. Dem vorausgegangen war eine umfangreiche öffentliche Auslegung und Beteiligung mit nur mäßigem Interesse bei den Güstrower Bürgerinnen und Bürgern sowie den Betroffenen aus dem Umland.

Welches sind die Ziele der Variante 1?
Die Variante 1 geht wie bisher von einer nicht flächendeckenden entgeltlichen Bewirtschaftung des öffentlichen Stellplatzangebotes aus. Die Bewirtschaftung beschränkt sich künftig auf die Zeiten

· Montag bis Freitag von 9.00 bis 18.00 Uhr sowie
· Samstag von 9.00 bis 15.00 Uhr.

Außerhalb dieser Zeiten stehen die Stellplatzangebote im öffentlichen Straßenraum der Altstadt weiterhin kostenfrei zur Verfügung. Davon unberührt bleiben die Stellflächen mit ausschließlicher Bewohnerparkregelung. Diese können rund um die Uhr nur mit Bewohnerparkkarte genutzt werden. Das Bewohnerparken wird auch künftig entsprechend der Nachfrage angemessen berücksichtigt.

Die Bewirtschaftung über Parkscheinautomaten wird neben den schon bewirtschafteten Straßen auf die Stellplatzangebote in der Hageböcker Straße und am Fürstenhof ausgedehnt. Grundsätzlich kommt die neue Generation an Parkscheinautomaten zum Einsatz, welche auch die Bezahlung mit der GüstrowCard ermöglicht. An den Standorten, wo aktuell noch alte Parkscheinautomaten im Einsatz sind, werden diese in den kommenden Jahren ebenfalls durch Automaten der neuen Generation ausgetauscht.

Die Stellplatzangebote auf den Parkplätzen rund um die Altstadt bleiben auch weiterhin so nutzbar wie bisher. Neben den Stellflächen, welche von 9.00 bis 15.00 Uhr über Parkscheibe mit einer Höchstparkdauer von 3 Stunden zeitlich bewirtschaftet sind, gibt es die unbewirtschafteten Angebote für Langzeitparker.

In Tiefetal, zentral zum Pferdemarkt gelegen, wird nach Abbruch einer seit Jahren leerstehenden Immobilie straßenbegleitend ein ebenerdiger Parkplatz errichtet. Die Stellflächen sollen über Parkscheinautomaten wie das Angebot im öffentlichen Straßenraum der Altstadt bewirtschaftet werden.

Die Bewirtschaftung des ruhenden Verkehrs erfolgt wie bisher durch die Barlachstadt Güstrow.

Als zusätzliches Angebot der entgeltlichen Nutzung der Stellplatzangebote in der Altstadt wird ein einjähriger Testbetrieb für sms&park durchgeführt. Alternativ zu der Bezahlung mit Bargeld oder Güstrow Card am Parkscheinautomaten soll damit auch die Möglichkeit der Bezahlung über das Mobiltelefon angeboten werden. Nähere Informationen dazu wird es im Zusammenhang mit der Einführung geben.

Über die Einnahmen aus der Parkraumwirtschaftung soll neben der Anschaffung der neuen Parkscheinautomaten die Errichtung eines dynamischen Parkleitsystems mit Restplatzanzeigen finanziert werden. In das Parkleitsystem werden alle großen Parkplatzangebote in und um die Altstadt einbezogen. Priorität bei den Investitionen hat zunächst jedoch die Neuaufstellung und der Austausch der Parkscheinautomaten.

Der Parkplatz „An der Bleiche“ soll in den städtebaulichen Zielsetzungen des Rahmenplans „Altstadt“ künftig entfallen. Mit dem Beschluss der Konzeption des ruhenden Verkehrs bleibt er zunächst weiterhin bestehen, bis durch alternative Angebote die Nachfrage an ruhendem Verkehr aufgefangen werden kann.

Bei weiteren inhaltlichen Fragen zur Parkraumbewirtschaftung können Sie sich gerne an Herrn Brüß im Stadtentwicklungsamt (Telefon 769 444) wenden.

- Kurzfassung der Konzeption zur Bewirtschaftung des ruhenden Verkehrs
- Konzeption Parkraumbewirtschaftung