Flächennutzungsplanung

Die Flächennutzungsplanung in Güstrow begann 1990. Bewusst wurde von der nach dem Baugesetzbuch möglichen Überleitung des Generalbebauungsplanes kein Gebrauch gemacht. Stattdessen wurde am 29.09.1990 der Beschluss zur Aufstellung eines Flächennutzungsplanes (Beschluss-Nr. 56 - 7/90) gefasst. Dieser sollte nicht nur den geänderten gesellschaftspolitischen Rahmenbedingungen gerecht werden, sondern sich insbesondere an den Zielvorstellungen einer nachhaltigen Stadtentwicklung im Sinne einer lokalen Agenda 21 orientieren. Aufbauend auf einer Vielzahl von Fachplanungen, beginnend von der Landschaftsplanung bis hin zur Lärmminderungsplanung wurde am 20.05.1999 der Flächennutzungsplan für die Barlachstadt Güstrow von der Stadtvertretung beschlossen (Beschluss-Nr.  II/1663/99). Die Genehmigung wurde am 02.08.1999 durch das Ministerium für Arbeit und Bau Mecklenburg-Vorpommern erteilt. Die Bekanntmachung erfolgte im Güstrower Stadtanzeiger 9. Jahrgang / Nr. 8 September 1999.

Im Flächennutzungsplan (FNP) werden die im Güstrower Positionspapier formulierten konzeptionellen Zielvorstellungen konsequent auf der stadtplanerischen Ebene weiterverfolgt. Die Ausweisung der Flächen orientiert sich an den Prämissen:

• Innenentwicklung vor Außenentwicklung,
• Revitalisierung und Nachverdichtung zur Reduzierung des Flächenverbrauchs,
• Bewahrung der Landschaft vor weiterer Zersiedlung,
• Nutzung vorhandener Ressourcen und
• Stadt der kurzen Wege.

Der Flächennutzungsplan ist eine Zielplanung, d. h. er enthält die Vorstellungen der Barlachstadt Güstrow über die Nutzung der bebauten und unbebauten Flächen sowie der auch künftig von Bebauung freizuhaltenden Flächen innerhalb des Stadtgebietes Güstrows einschließlich der Gemarkung Bauhof, Klueß, Neu Strenz und Suckow für etwa 10 - 15 Jahre (Flächenbilanz FNP). Er enthält keine parzellenscharfen Aussagen und rechtsverbindlichen Festsetzungen, sondern dokumentiert die geplante Art der Bodennutzung. Zur Erklärung dieser Festsetzungen ist ein Erläuterungsbericht beigefügt. Der FNP wird deshalb auch vorbereitender Bauleitplan genannt. Das gesetzliche Instrument hierfür ist das Baugesetzbuch.

Unmittelbare rechtliche Wirkungen hat der Flächennutzungsplan nur gegenüber öffentlichen Planungsträgern, d. h. er bildet die Handlungsgrundlage für die Verwaltung, er hat jedoch grundsätzlich keine unmittelbare Wirkung für den Bürger d. h. aus dem Flächennutzungsplan können keinerlei Ansprüche abgeleitet werden.

Der Flächennutzungsplan liegt analog vor und kann im Stadtentwicklungsamt, Abteilung Stadtplanung, Baustraße 33, 4. OG eingesehen werden.

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