Errichtung von drei barrierefreien Bushaltestellen in Güstrow

Zur Steigerung der Attraktivität von Haltestellen des Stadtbus- und Regionalbusverkehrs in der Barlachstadt Güstrow sind im Jahr 2017 beidseitig in der Eisenbahnstraße sowie im Ortsteil Suckow auf der Güstrower Straße die Bushaltestellen geplant worden. Nach Ausschreibung der Bauleistungen begann die Umsetzung im März und wird noch im April abgeschlossen. Damit stehen an diesen Standorten künftige attraktive, barrierefreie Haltestellen zur Verfügung. 
  
 
Die Realisierung der drei Haltestellen erfolgt mit finanzieller Unterstützung durch die Europäische Union. Die Barlachstadt Güstrow erhält dafür eine Zuwendung für Investitionen und Maßnahmen im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) durch den "Europäischen Fonds für regionale Entwicklung" im Land Mecklenburg-Vorpommern. Ziel der finanziellen Unterstützung ist es, die Attraktivität, die Barrierefreiheit, die Klimabilanz, die Wirtschaftlichkeit und die Infrastruktur des ÖPNV zu steigern. Mit der Förderung leistet das Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung einen Beitrag zur Realisierung des Projektes. Der Fördersatz beträgt 80 % der zuwendungsfähigen Ausgaben.

In der Eisenbahnstraße erfolgt der Ausbau der Haltestellen im Zusammenhang mit der Einrichtung einer Querungshilfe für Fußgänger. Die Querungshilfe besteht aus einer Mittelinsel kombiniert mit einem Fußgängerüberweg. Die Kombination von Querungshilfe und Haltestellen gewährleistet eine gute Erreichbarkeit des ÖPNV-Angebotes und bietet mit einem Fußgängerüberweg eine sichere Querung der hoch belasteten Eisenbahnstraße. Die beidseitigen Haltestellen sind aufgrund der Platzverhältnisse als Einfach-Bushaltestellen am Fahrbahnrand konzipiert. Sie verfügen wie die Querungsstelle über Bodenindikatoren. Die Oberflächenstrukturen der Bodenindikatoren der Bushaltestellen und der Querung über die Fahrbahn mithilfe einer Mittelinsel setzen sich unter Beachtung der Regelwerke unverwechselbar voneinander ab. An den Haltestellen werden zum Auffinden der Einstiegszonen Auffindestreifen senkrecht zum Haltstellenbord berücksichtigt. Diese geleiten die Blinden und Sehbehinderten auf die Höhe der ersten Einstiegstür der Busse. Bei den Einfachhaltestellen in der Eisenbahnstraße und im Ortsteil Suckow ist der 90 cm breite Auffindestreifen eingefasst durch sogenannte Begleitstreifen, welche sich aufgrund ihres farblichen Kontrastes von den sonstigen Geh- und Warteflächen unterscheiden.  

Die Bordsteine der Bushaltestellen gewährleisten nach Fertigstellung der Bauvorhaben einen attraktiven barrierefreien Zugang in die Busse bzw. heraus. Die Niederflurbusse können abgesenkt werden, was insbesondere für behinderte Menschen aber auch Familien mit Kinderwagen ein leichtes Einsteigen ermöglicht. Der Bordanlauf wurde durch entsprechende Sonderborde mit 18 cm geplant. Ein Aufsetzen der Busse wird damit ausgeschlossen. 

Alle drei Haltestellen sind mit einem Fahrgastunterstand ausgestattet, welcher einen gewissen Wetterschutz gewährleistet. Im Fahrgastunterstand befindet sich eine Bank. Diese verfügt über eine Sitzhöhe von 48 cm und eine einseitige Armlehne zur Erleichterung beim Aufstehen. Der Verzicht auf eine Armlehne auf der gegenüberliegenden Seite ermöglicht es den Rollstuhlfahrern an die Bank heranzufahren oder Eltern mit Kinderwagen die Bank besser zu nutzen. Zur Ausstattung der Haltestellen gehört jeweils ein Papierkorb. Eine Straßenbeleuchtung erfüllt im Bereich der Haltestellen künftig die notwendige Ausleuchtung.